Warum Erdwärme?

Unendlich viel Wärme im Untergrund

Im Kern ist die Erde zwischen 4000 und 5000 Grad heiß. Ein Teil dieser Wärme ist die Restwärme aus dem Entstehungsprozess der Erde vor 4,6 Milliarden Jahren. Der größere Teil jedoch entsteht noch heute jeden Tag durch den Zerfall von natürlich vorkommenden Elementen, so genannten Isotopen. Hierbei wird eine enorme Energiemenge in Form von Wärme frei. Erdwärme gehört deshalb zu den erneuerbaren Energien, weil sie nach menschlichem Ermessen unendlich lange verfügbar ist. Die Geothermie nutzt diese Erdwärme in 5000 bis 6000 Metern Tiefe, also in der äußersten Schicht unserer Erde. Denn bis zum Erdkern sind es fast 7.000 km.


Einfaches Funktionsprinzip

Das Funktionsprinzip von Geothermiekraftwerken, die diese Erdwärme in Strom oder Heizenergie umwandeln, ist denkbar einfach: Heißes Wasser wird aus der Tiefe nach oben gepumpt und überträgt seine Wärme in einem Wärmetauscher an eine andere Flüssigkeit; diese siedet früher als Wasser, wird dadurch zu Dampf und treibt so eine Turbine an, um Strom zu erzeugen. Zudem erwärmt sie über ein Fernwärmenetz viele hundert Heizungen. Das abgekühlte Thermalwasser wird anschließend wieder zurück in den Untergrund gebracht. Der Kreislauf ist geschlossen.